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„Abgekoppelt vom konjunkturellen Geschehen“

Bereits zum vierten Mal erhält EXPRESSO dieses Jahr das Top 100-Siegel als Innovationsführer des deutschen Mittelstands. Ausschlaggebend dafür ist vor allem die hohe Kontinuität, mit der der deutsche Hersteller sein Portfolio an intelligenten Produkt- und Systemlösungen für die Intralogistik, die Logistik und den Handel weiterentwickelt. Lesen Sie im Interview mit Geschäftsführer Dr. Alexander Bünz, welche Innovationsprojekte im Stammwerk Kassel derzeit Priorität haben und mit welchen Erwartungen das Unternehmen in die Zukunft blickt.

Herr Dr. Bünz, wie entwickelt sich EXPRESSO aktuell und was erwarten Sie für 2025?

Bünz: Wir haben die Corona-Jahre mit all ihren Nachwehen gut bewältigt und sehen uns derzeit in all unseren sechs Geschäftsbereichen produkt- und entwicklungstechnisch bestens aufgestellt. Für dieses Jahr rechnen wir mit einem moderaten Umsatzplus und 2025 wollen wir den Umsatz im zweistelligen Prozentbereich steigern. Mit größeren Investitionen in die eigene Produktion halten wir uns im Moment zurück. Aber sobald sich die wirtschaftspolitische Großwetterlage in Europa aufhellt, starten wir hier durch.

Bedeutet das auch, dass Sie ihre Innovationspläne auf Produktebene zurückgefahren haben?

Bünz: Nein, auf keinen Fall. Unser Innovationsmanagement ist seit je her abgekoppelt vom konjunkturellen Geschehen. Kurz- und mittelfristig werden beispielsweise sowohl unsere Geschäftsbereiche Service & Digital Solutions und Smart Retail als auch die beiden Sparten Handtransportgeräte und Angetriebene Handhabungs- und Transportsysteme mit Neuentwicklungen in den Markt gehen.

Nicht all unsere Leser kennen Ihr Portfolio en detail – können Sie daher bitte konkretisieren, mit welchen Neuheiten die Anwender in Industrie und Handel rechnen dürfen?

Bünz: Für den Handel werden wir schon bald eine schlanke Retail-Lösung präsentieren, die wir Independent Payment Process – kurz IPP – getauft haben. Das ist eine Lite-Version unseres intelligenten Einkaufswagens SmartShopper, die systemunabhängig arbeitet und sich einfach in die Verkaufsprozesse eines Marktes integrieren lässt. Sie kombiniert Scanner-, Internet- und Bluetooth-Technik, erfordert vom Marktbetreiber einen nur minimalen Invest und lässt sich sowohl mit Einkaufswagen als auch mit Einkaufskörben betreiben. Es handelt sich hierbei um eine flexible, niederschwellige digitale Lösung, die rasch Akzeptanz finden dürfte.

Wird diese smarte Lösung das SmartShopper-System ablösen?

Bünz: Aber nein! Erst im Februar haben wir auf der EuroCIS in Düsseldorf die neue Modellpalette unserer SmartShopper-Familie vorgestellt. Sie enthält maßgeschneiderte Varianten für den Lebensmittelhandel, für Getränke- und Drogerieketten, für Bau- und Cash+Carry-Märkte und andere Retailsegmente. Stets handelt es sich dabei um mobile Komplettlösungen mit Handscanner, Farbdisplay und einer fahrbaren Plattform mit mehreren Wägezellen, die die eingelegten Waren grammgenau auf Plausibilität prüfen und damit Inventurdifferenzen für den Händler signifikant senken. Verknüpft ist hier alles über eine netzwerkfähige Anwender- und Analysesoftware.

Wie reagieren denn die Markbetreiber auf die Einführung der neuen Varianten?

Bünz: Die ersten Märkte haben das SmartShopper-System installiert und namhafte Handelsketten sehen darin einen Königsweg zur Modernisierung der Einkaufs- und Absatzprozesse in ihren Märkten. In Kooperation mit einem Start-up aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz entwickeln unsere Retail-Spezialisten derzeit zudem eine systemische Langfrist-Perspektive. Fernziel ist dabei ein KI-gestützter Einkaufswagen, der die nächste Generation des SmartShoppers darstellt. Mehr möchte ich dazu noch nicht preisgeben. Interessant dürfte an dieser Stelle auch sein, zu welchen Erkenntnissen unser Geschäftsbereich Service & Digital Solutions bei der nächsten Entwicklungsstufe von EXPRESSO Connect kommt.

Was verbirgt sich denn hinter dieser Produktbezeichnung?

Bünz: EXPRESSO Connect ist eine flexible IoT-Lösung, die kleinen und mittelständischen Firmen einen kostengünstigen Weg in die Digitalisierung ermöglicht. Es ist ein modulares, kurzfristig einsatzbereites und aufgabenspezifisch adaptierbares Gateway, das die Einsparpotenziale intralogistischer Abläufe werksübergreifend transparent macht. Ein Kunde konnte damit beispielsweise an nur einem Tag das Monitoring von 12 Anlagen in Betrieb nehmen. Im Prinzip beruht EXPRESSO Connect auf der Erfassung und Übermittlung digitaler und analoger Informationen aller technischen Einheiten an ein zentrales Datenportal und deren Analyse, Dokumentation und Visualisierung auf einem Dashboard. Das System kann unabhängig von bestehenden Netzwerken, fabrikatsneutral und werksübergreifend arbeiten. Es lässt sich sowohl für die Zustandsüberwachung von Geräten und Anlagen im Rahmen des Condition Monitoring einsetzen als auch für die vorausschauende Instandhaltung.

Was tut sich denn im Geschäftsbereich Handtransportgeräte – also etwa auf dem Gebiet der Sackkarren?

Bünz: Hier entwickeln wir gerade eine kostengünstige E-Mobility-Sackkarre. Sie verbindet die Aspekte Effizienz und Ergonomie, wird die Lastenbeförderung beschleunigen und durch ein integriertes Bremssystem den sicheren Warentransport selbst bei Gefälle ermöglichen. Ganz im Sinne der Modularität wird diese E-Drive-Lösung zudem so ausgelegt sein, dass sie auch das Nachrüsten älterer Sackkarren erlaubt. Prägend für das Tagesgeschäft in diesem Bereich ist zudem die stete Nachfrage nach kunden- und branchenspezifisch individualisierten Ausführungen. Das gilt im Übrigen auch für den Geschäftsbereich Angetriebene Handhabungs- und Transportsysteme, in dem unser flexibles Flurförderzeug lift2move den Ton angibt.

Können Sie an dieser Stelle etwas konkreter werden?

Bünz: Unser mobiles Hebe- und Transportgerät lift2move – es zählt inzwischen zu den Deutschen Standards – steht in vielen Branchen im Zentrum betrieblicher Materialflussprozesse. Es ist in verschiedenen Grundausführungen lieferbar, lässt sich dank seiner modularen Konstruktion nahezu unbegrenzt konfigurieren und adaptieren, und ist zentraler Ausgangspunkt für viele Lösungen. Außerdem kann es an viele verschiedene Systeme zur Lastaufnahme angepasst werden und wird stetig weiterentwickelt. In der Ausführung als lift2move solution verfügt es beispielsweise über eine integrierte Fehlerdiagnose mit visueller Signalgebung, arretierbare Frontrollen und eine sensorbasierte Sicherheitsausstattung. Ist es außerdem mit dem Steuermodul Vertical Position Control (VPC) für den Hubmast ausgestattet, ermöglicht es das automatische und wiederholgenaue Anfahren von bis zu acht programmierbaren Höhen – etwa zum zielsicheren Regalbeladen, zum exakten Anfahren von Werkbänken oder zum präzisen Bedienen von Werkstückträgern. Aber auch der Geschäftsbereich Angetriebene Handhabungs- und Transportsysteme arbeitet unter dem Motto „Next Big Thing – NBT“ bereits an Zukunftsperspektiven, die weit über die Möglichkeiten des heutigen lift2move hinausreichen.

Das klingt spannend. Gestatten Sie uns hier noch einen tieferen Einblick?

Bünz: Wir denken hier an eine neue Art von intelligentem Flurförderzeug, dessen Funktionalität mehrere Technologien und Disziplinen miteinander vereint. Es wird wahrscheinlich Elemente und Komponenten der Modularität, der Digitalisierung, der Robotik, der Mechatronik, der autonomen Mobilität und der Handhabungstechnik integrieren. Zudem soll es sich sowohl stationär als auch mobil einsetzen lassen. Ein anderer Denkansatz verbindet die Kompetenzen unserer beiden Geschäftsbereiche Handtransportgeräte und Angetriebene Handhabungs- und Transportsysteme zur Entwicklung autonomer Catering- und Servicesysteme – etwa zum Einsatz in der Bahn, auf Passagierschiffen oder in Flugzeugen.

Wie es scheint, gibt es im Innovationsmanagement Ihres Unternehmens kaum Denkbarrieren?

Bünz: Für ein modernes Unternehmen wie das unsrige scheint mir das kaum anders denkbar. Deshalb ist unser Innovationsmanagement auch nicht nach starren Rastern kanalisiert, sondern lebt vom agilen Miteinander unserer Mitarbeitenden. Ich habe inzwischen die Erkenntnis gewonnen, dass dieses alltagsnahe Interagieren mitunter schneller zu Resultaten führt als von oben aufgesetzte Strukturen. Es orientiert sich nicht an formalen Standards, bedingt keine Lernphase und wirft kaum innere Widerstände im Unternehmen auf.

Herr Bünz, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

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    Mit dem digitalen Einkaufswagen SmartShopper erschließt EXPRESSO den Betreibern von Einzel- und Großhandelsmärkten neue Perspektiven für die technische Modernisierung ihres Serviceangebots.
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    Die neue Modellpalette der SmartShopper-Familie von EXPRESSO bietet maßgeschneiderte Varianten für den Lebensmittelhandel, für Getränke- und Drogerieketten, für Bau- und Cash+Carry-Märkte und andere Retailsegmente.
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    Dr. Alexander Bünz: „Unser Innovationsmanagement ist nicht nach starren Rastern kanalisiert, sondern lebt vom agilen Miteinander unserer Mitarbeitenden.“
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    EXPRESSO Connect ist eine smarte IoT-Lösung für kleine und mittelständische Firmen, die sich sowohl für die Zustandsüberwachung im Rahmen des Condition Monitoring einsetzen lässt als auch für die vorausschauende Instandhaltung.
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    Im Bereich der Sackkarren entwickelt EXPRESSO derzeit eine kostengünstige E-Mobility-Lösung. Sie wird so ausgelegt sein, dass sie auch das Nachrüsten älterer Sackkarren erlaubt.
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    Das mobile Hebe- und Transportgerät lift2move von EXPRESSO steht vielerorts im Zentrum betrieblicher Materialflussprozesse. Es ist in verschiedenen Basisvarianten lieferbar und lässt sich nahezu unbegrenzt konfigurieren und adaptieren.

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Wir gehen weit über den Standard hinaus

Als Hersteller hochfunktioneller Handhabungs- und Transportgeräte zur Optimierung intralogistischer Prozesse hat sich EXPRESSO in vielen Branchen einen Namen gemacht. Die Besucher der diesjährigen Logimat lädt das deutsche Unternehmen aber nicht nur zu einem Überblick durch seine aktuelle Produktpalette ein. Auf seinem Messestand in Halle 7 rückt es diesmal auch seine Kompetenzen rund um die Realisierung kunden- und branchenspezifischer Komplettlösungen in den Mittelpunkt. Lesen Sie hier vorab, mit welchen Leistungen die Projektmanager und Ingenieure des Unternehmens dabei auftrumpfen können.

Ob es um das Zu- und Abführen gusseisener Motorblöcke geht oder um die Montage von Luftfilterpatronen, ob Lagerboxen zu stapeln oder Deckelfässer zu wenden sind – wo immer in der Industrie solche und ähnliche Aufgaben der Handhabungs-, Positionier- und Fördertechnik zu bewältigen sind, bewähren sich die Systemlösungen des deutschen Intralogistik-Spezialisten EXPRESSO. In den meisten Fällen basieren sie auf den mobilen Hebegeräten der lift2move-Serie oder den pneumatischen oder elektrischen Lasthantierern vom Typ BalanceLift. Auf den zweiten Blick zeigt sich jedoch: Kaum eine Lösung gleicht der anderen; fast jede ist ein Unikat, das individuell auf die konkreten Anforderungen des Kunden maßgeschneidert ist. Diese dazu nötige Variabilität der Handling- und Transportgeräte von EXPRESSO beruht einerseits auf ihrer modularen Bauweise und dem Engineering-Knowhow des Unternehmens. „Mindestens gleichbedeutend ist aber, dass wir in der Lage sind, uns tief in die Materialflussprozesse unserer Kunden einzudenken und auf der Grundlage unserer Beratungs- und Ingenieurkompetenzen sowie einer umfassenden Betreuung durch Gebietsverkaufsleiter, Projektleiter, Konstrukteure und Serviceteams innovative Problemlösungen für die Intralogistik zu verwirklichen. Dabei gehen wir meist weit über den Standard hinaus“, sagt Geschäftsbereichsleiter Oliver Stauch-Vaupel. So betrachtet macht es also Sinn, dass EXPRESSO auf der diesjährigen Logimat nicht nur exemplarisch einige seiner Systemprodukte präsentiert, sondern insbesondere all jene Leistungen und Werkzeuge, die bei der Realisierung kunden- und branchenspezifischer Komplettlösungen eine Schlüsselrolle spielen. „Auf unserem Messestand 7F41 in Halle 7 wird es also diesmal vorrangig um Themen gehen, die etwa 80 Prozent unseres Projektgeschäfts charakterisieren“, betont Oliver Stauch-Vaupel.

Intensive Vor-Ort-Analyse

Was der Leiter des Geschäftsbereichs Angetriebene Handhabungs- und Transportgeräte damit konkret meint, lässt sich am besten mit einem Blick auf einen typischen Projektablauf veranschaulichen. Am Anfang steht hier meist die Vor-Ort-Visite eines EXPRESSO-Beraters, der gemeinsam mit dem Kunden dessen Aufgabenstellung analysiert. Hierbei kommen alle relevanten Aspekte zur Sprache – etwa die Probleme des Ist-Zustands, die kinematisch-geometrischen Anforderungen der zu bewegenden Objekte, Faktoren der Ergonomie und Arbeitssicherheit, architektonische Vorgaben, die Optimierung der Wegeführung und vieles andere mehr. „Von Beginn an betrachten wir eine Handhabungs- oder Transportaufgabe nie isoliert, sondern immer im Kontext mit den Prozessen der Umgebung“, erläutert Oliver Stauch-Vaupel. Aufbauend auf dieser umfassenden Aufgaben- und Hantierungsanalyse können erste zeichnerische Entwürfe erstellt werden, aus denen anschließend über mehrere Iterationsstufen – und stets in engem Austausch mit dem Kunden – die individuell optimierte und spezifisch ausgelegte Konstruktion eines lift2move oder eines BalanceLift entsteht. Häufig geschieht dies auch unter Einsatz von Konfigurator-Apps und der Knowhow-Datenbank von EXPRESSO, die aktuell Zugriff auf über 300 Videos mit praktischen Einsatzbeispielen bietet. „Diese Visualisierungstools zeigen dem Kunden rasch die Vielfalt des Machbaren und vereinfachen die Abstimmungsarbeit erheblich – insbesondere auch, wenn es um die Auswahl der am besten geeigneten Lastaufnahmen, Manipulatoren und Anschlagmittel aus unserem Portfolio geht“, berichtet Oliver Stauch-Vaupel.

Feintuning und Finalisierung

Beginnt die Systemlösung des Kunden konkrete Formen anzunehmen, erstellt EXPRESSO eine ausführliche technische Beschreibung und kalkuliert das Investitionsvolumen. Begleitet wird diese Realisierungsphase häufig von der Bereitstellung eines Pilotproduktes, mit dem der Anwender am Einsatzort erste Praxistests mit einfachen Lastaufnahmen absolvieren kann. „Durch diese Vorgehensweise erhalten wir nochmal wichtige Rückmeldungen für das Feintuning der fertigen Handhabungs- oder Transportlösung“, sagt Oliver Stauch-Vaupel. Ist die Konstruktion finalisiert, geht es in die Schlussphase. Sie besteht aus der Abnahme des Systems durch den Kunden sowie der Inbetriebnahme. Dabei findet die Abnahme meist bei EXPRESSO in Kassel statt, bei Bedarf kann sie aber – etwa im Falle komplexer Großprojekte – auch direkt am Einsatzort erfolgen. Zur Schlussphase gehört neben der Einweisung und Schulung des Bedienpersonals auch die Einarbeitung letzter, kleiner Anpassungen.

Daran anschließend verabschiedet sich EXPRESSO aber nicht aus dem Projekt, sondern führt im Rahmen seines After-Sales-Programms nach einigen Wochen einen Servicebesuch beim Kunden durch. Er ist Teil des Komplettangebots und dient einem ersten Erfahrungsaustausch mit den Produktions- und Betriebsleitern des Kunden. „Zugleich erneuern wir damit unser Qualitätsversprechen über das Bereitstellungsdatum unserer Systemlösungen hinaus. Häufig ergeben sich schon beim ersten Servicetermin weiterführende Perspektiven für eine Zusammenarbeit – etwa zu Themen der Prozessoptimierung, der Mitarbeiterqualifikation oder der Wartungszyklen“, berichtet Oliver Stauch-Vaupel.

Mit diesem Selbstverständnis von „Komplettlösung“ realisiert EXPRESSO letzthin ein hohes Maß an Kundenorientierung. Das hat gerade in der jüngsten Vergangenheit dazu geführt, dass sich das Unternehmen einen Ruf erworben hat als kompetenter Partner auf dem Gebiet der Intralogistik. Der Besucher des  EXPRESSO-Messestands auf der diesjährigen Logimat darf also erwarten, weitere interessante Details aus dem Projektgeschäft des Unternehmens zu erfahren.

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  • beitrag_logimat_1

    Auf seinem diesjährigen Logimat-Messestand 7F41 in Halle 7 präsentiert EXPRESSO nicht nur seine intralogistischen Systemprodukte, sondern auch all jene Leistungen, die bei der Realisierung kunden- und branchenspezifischer Komplettlösungen eine Schlüsselrolle spielen.
  • beitrag_logimat_2

    Die Konfigurator-Apps und die Knowhow-Datenbank von EXPRESSO mit ihren über 300 Videos kommen oft im Rahmen der Entwicklung kundenspezifischer Systemlösungen zum Einsatz.
  • beitrag_logimat_3

    Oliver Stauch-Vaupel: „Von Beginn an betrachten wir eine Handhabungs- oder Transportaufgabe nie isoliert, sondern immer im Kontext mit den Prozessen der Umgebung“.
  • beitrag_logimat_4

    Der elektronische Seilbalancer eBalanceLift von EXPRESSO ist ein ergonomisches Handhabungssystem, das manuelle Hebe-, Senk- und Positionieraktionen beim Lastenhandling vereinfacht. Es lässt sich als Säulen- und Schienenausführung installieren.
  • beitrag_logimat_5

    Wird erstmals auf der Logimat vorgestellt: Das neue Firmenlogo von EXPRESSO. Es steht für die moderne Identität, die technologische Offenheit und die Innovationskraft des Unternehmens.

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Smarte Digitalisierungslösung für den Mittelstand

Der Geschäftsbereich Service & Digital Solutions von EXPRESSO hat eine hochflexible IoT-Lösung entwickelt, die kleinen und mittelständischen Unternehmen den ebenso kostengünstigen wie einfachen Einstieg in die Digitalisierung ermöglicht. Sie heißt EXPRESSO Connect, ist extrem anpassungsfähig, macht die Einsparpotenziale intralogistischer Abläufe werksübergreifend transparent und ist in Rekordzeit einsatzbereit. In einem ersten Projekt konnte der Kunde innerhalb von nur einem Tag das Monitoring von 12 Anlagen in Betrieb nehmen.

Die Entwicklung und Herstellung innovativer Geräte und Anlagen für die Förder-, Transport- und Handhabungstechnik gehört seit Jahrzehnten zu den Kernkompetenzen des deutschen Unternehmens EXPRESSO. Basierend auf dem dabei gewonnenen Knowhow zu fast allen Aspekten der modernen Logistik und Intralogistik haben die Spezialisten des Geschäftsbereichs Service & Digital Solutions nun die IoT-Lösung EXPRESSO Connect realisiert. Dabei handelt es sich um ein modulares und an viele verschiedene Anforderungen adaptierbares Gateway, das darauf ausgelegt ist, vor allem kleinen und mittelständischen Firmen einen besonders einfachen und kostengünstigen Einstieg in die Digitalisierung ihrer Prozesse und Anlagen zu ermöglichen. Im Prinzip beruht es auf der systematischen Erfassung und Übermittlung der digitalen und analogen Informationen aller technischen Einheiten an ein zentrales Datenportal und deren Analyse, Dokumentation und Visualisierung auf einem Dashboard. Dies kann unabhängig von bestehenden Netzwerken sowie fabrikatsunabhängig und werksübergreifend geschehen. „Dabei lässt sich unsere Systemlösung sowohl für die laufende Zustandsüberwachung aller beteiligten Geräte und Anlagen im Rahmen eines umfassenden Condition Monitoring einsetzen als auch für die vorausschauende Instandhaltung. Der große Vorteil ist, dass der gesamte Datenverkehr in EXPRESSO Connect völlig autark und unabhängig vom Netzwerk des Kunden abläuft – das ist ein erhebliches Sicherheitsplus für den Anwender“, sagt Jan-Peter Schulz, der Bereichsleiter von Service & Digital Solutions. Bedient wird das System am PC, am Tablet oder am Handy.

Ideale Einsteigerlösung

Die hohe Flexibilität und ihre einfache Struktur machen diese IoT-Lösung made in Germany vor allem für solche KMUs attraktiv, die den Einstieg in die Digitalisierung bislang gescheut haben. Der Installationsaufwand ist minimal, das gesamte Datenmanagement erfolgt weitgehend automatisiert und der Anwender muss sich nicht in komplexe Software einarbeiten. Die Anbindung aller intralogistischen Systemeinheiten, die von EXPRESSO Connect berücksichtigt werden sollen ­– zum Beispiel Ladebrücken, Tore, Warenträger, Flurförderzeuge oder Transportwagen – erfolgt über kompakte Erfassungsmodule, die alle technisch relevanten Betriebsdaten über den drahtlosen 4G LTE-Standard an einen von EXPRESSO bereitgestellten Zentralserver übermitteln. Mit der Auswerte- und Visualisierungs-Software auf seinem Desktop oder mobilen Endgerät hat der Anwender darauf jederzeit direkten Zugriff. Das bedeutet konkret: Er kann Informationen über die aktuellen Betriebszustände aller in EXPRESSO Connect eingebundenen Geräte, Anlagen, Fahrzeuge, Behälter etc. abrufen, einsehen und bewerten. Typische Einsatzbereiche, die der Nutzer damit abdecken kann, sind die Fernüberwachung von Maschinen mittels Sensoren, die Kontrolle von automatisierten Prozessen in Logistik und Produktion, die Visualisierung spezieller Betriebs- und Prozessparameter, die Visualisierung und Echtzeitanalyse von Daten zum Condition Monitoring sowie Grenzwertüberwachungen, Zustandsabfragen sowie Verbrauchsmessungen. Auf der Grundlage der in EXPRESSO Connect gewonnenen Daten lassen sich dann auch Energieverbräuche analysieren, CO²-Emissionen bilanzieren sowie Wartungszyklen optimieren, Maschinenausfälle vermeiden und Stillstandzeiten reduzieren. „Bei alledem unterstützt unsere Digitalisierungslösung durch vordefinierte Sensor-Module die einfache Anbindung, Installation und Inbetriebnahme der EXPRESSO Connect Boxen im Plug-and-Play-Verfahren“, betont Jan-Peter Schulz.

Erste Projekte bereits angelaufen

Zu den ersten Unternehmen, die EXPRESSO Connect in Betrieb genommen haben, gehört ein europäischer Lebensmittel-Hersteller. Er nutzt die IoT-Lösung zur nachträglichen Digitalisierung von zunächst zwölf Bestandsanlagen in verschiedenen Abteilungen und Werken. An anderer Stelle konnte EXPRESSO Connect seine Leistungsfähigkeit bei der Digitalisierung logistischer Verladeprozesse unter Beweis stellen. Dazu berichtet Jan-Peter Schulz: „Über die Vorteile bei der Dokumentation der LKW-Sicherung, der Torauslastung und der LKW-Zuordnung hinaus ließ sich über unser System ein erheblicher Mehrwert durch die Reduzierung der Verluste an Heizwärme beim Verladen von LKWs und Wechselbrücken generieren. Nach der Auswertung der erfassten Daten und einer Optimierung der Verladeabläufe wurden die Toröffnungszeiten so angepasst, dass sich Energieeinsparungen von bis zu 25 Prozent errechnen ließen.“

Weitere naheliegende Anwendungsbeispiele für EXPRESSO Connect liegen im Bereich der Flughafenlogistik bei der Optimierung des Gepäckwagenhandlings und in der Produktionslogistik durch die Digitalisierung der Nutzungsdaten von Flurförderzeugen wie dem lift2move von EXPRESSO. Da die IoT-Lösung allerdings als offenes System konzipiert ist, ist Ihr Einsatz nicht gebunden an Fabrikate oder Marken. Und da sie mit einer vollständigen eigenen Datenübertragung arbeitet, lässt sie sich auch unabhängig und parallel zu bestehenden Unternehmens-Netzwerken installieren.

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    Die IoT-Lösung EXPRESSO Connect ist ein modulares, adaptierbares System, das vor allem kleinen und mittelständischen Firmen den einfachen Einstieg in die Digitalisierung ihrer Prozesse und Anlagen ermöglicht.
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    EXPRESSO Connect beruht auf der systematischen Erfassung und Übermittlung der digitalen und analogen Informationen an ein zentrales Datenportal und deren Analyse, Dokumentation und Visualisierung auf einem Dashboard an PC, Tablet oder Handy.
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    Jan-Peter Schulz: „Unsere IoT-Lösung EXPRESSO Connect lässt sich für die Zustandsüberwachung von Geräten und Anlagen im Rahmen des Condition Monitoring und für die vorausschauende Instandhaltung einsetzen.“
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    Die Anbindung von Ladebrücken, Toren, Warenträgern, Flurförderzeugen und anderen intralogistischen Systemen erfolgt in EXPRESSO Connect über kompakte Erfassungsmodule, die alle technisch relevanten Betriebsdaten über den 4G LTE-Standard an einen Zentralserver übermitteln.
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    EXPRESSO Connect konnte seine Leistungsfähigkeit bereits bei der Digitalisierung logistischer Verladeprozesse unter Beweis stellen. Dabei ließ sich über das System ein erheblicher Mehrwert durch die Reduzierung der Verluste an Heizwärme beim Verladen von LKWs und Wechselbrücken generieren.

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Ein Klassiker der Logistik feiert Geburtstag

Kaum ein manuelles Transportgerät ist in der Logistik so verbreitet wie die Sackkarre von EXPRESSO. Als ebenso sichere wie ergonomische Lösung zur Förderung von Kartonagen, Getränkekisten, Fässern oder Lagerboxen bewährt sie sich weltweit in den Lieferketten vieler Branchen. Die Grundlage für ihre Entwicklung zum Produktklassiker und Deutschen Standard legte der Unternehmer August Manss mit einer Patentanmeldung im Juli 1953. Lesen Sie hier, wie es EXPRESSO seitdem gelingt, die Sackkarre als wandlungsfähiges Baukastensystem immer wieder neu zu erfinden.

Als der Ingenieur und Firmengründer August Manss im Juli 1953 „einen Transportkarren (…), der gleichzeitig als Stechkarre (…) und als Stapelkarre verwendet werden kann“ zum Patent anmeldete, legte er damit den Grundstein für eine beispielhafte Erfolgsstory im Bereich der manuellen Handhabungstechnik. Denn heute – 70 Jahre später ­– ist die Sackkarre von EXPRESSO nicht nur ein weltweit gefragtes Transportgerät, sondern auch ein etablierter Produktklassiker im Portfolio des Unternehmens. Sie ist millionenfach im Einsatz und wird aktuell sogar als Deutscher Standard in den Marken des Jahrhunderts geführt. Ein entscheidender Faktor für den nach wie vor anhaltenden Erfolg der Sackkarre ist ihre Weiterentwicklung zu einem modularen Baukastensystem, aus dem heraus sich immer wieder neue kunden-, branchen- und länderspezifische Sackkarren-Lösungen generieren lassen. „Über die hochwertige Verarbeitung, die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit hinaus, gehört diese Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit heute zweifellos zu den wichtigsten Wettbewerbsvorteilen unserer Sackkarre“, sagt Karsten Grötecke, der bei EXPRESSO den Geschäftsbereich Handtransportgeräte leitet.

Rutschkufen für den Treppentransport

Anfangs waren es laut Patentschrift vor allem neue, besonders große Kufen, die dem Anwender einen entscheidenden Mehrwert und Handhabungsvorteil boten. Denn damit konnte man die Sackkarre „beim Transport über Treppen rutschen“ lassen. Bereits 1967 entwickelten die Techniker von EXPRESSO dann das erste Aluminium-Baukastensystem, das bis heute konsequent weiter ausgebaut wird und konstruktiven Spielraum für inzwischen mehr als 2.000 verschiedene Sackkarren-Varianten bietet. Dank dieser hohen Flexibilität bewährt sich die EXPRESSO-Sackkarre in unzähligen Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, bei Kurier- und Paketdiensten oder in der Intralogistik. In vielen Fuhrparks gehört sie zur Serviceausstattung der Fahrzeuge. Dem Baukastensystem zur Seite gestellt hat EXPRESSO zudem ein breit gefächertes Zubehörprogramm, mit dem sich jede Standard-Stapelkarre rasch an Spezialaufgaben der Handhabungs- oder Transporttechnik anpassen lässt. Mit einem klappbaren Wasserflaschenzusatz können beispielsweise runde, eckige und dreieckige 20-Liter-Flaschen aufgenommen werden, und für den Transport unterschiedlich großer KEG-Mehrwegfässer lässt sich ein höhenverstellbarer Haken anbringen.

Qualität Made in Germany

Von Beginn an wurde die Sackkarre von EXPRESSO als Qualitätsprodukt Made in Germany konzipiert. Das betrifft alle Facetten der Materialauswahl, Konstruktion und Montage. So konnte sich dieses Transportgerät über bislang sieben Jahrzehnte als ebenso langlebiges wie nachhaltiges Produkt im Markt behaupten. Großen Anteil daran dürfte nicht zuletzt auch das Ersatzteil-Versprechen haben, das EXPRESSO als Premiumhersteller seinen Kunden gibt: Jedes einzelne Teil der Sackkarre ist als Ersatzteil bestellbar – heute rasch über den Webshop des Unternehmens. „Mit unseren Original-Ersatzteilen und angeleitet über die DIY-Videos auf unserem YouTube-Kanal kann sich der Anwender selbst eine 30 Jahre alte Sackkarre wieder fit machen“, erläutert Karsten Grötecke. Die abgenutzten Treppenrutschkufen einer EXPRESSO-Sackkarre sind übrigens dank eines Klammersystems sehr einfach auszuwechseln. Den richtigen Zeitpunkt dafür lässt der rote Indikationsstreifen der integrierten Verschleißanzeige erkennen.

Auf dem Weg in die Zukunft

Die Erweiterung des Baukastensystems, der Ausbau des Serviceangebots und die Fortführung des hohen Qualitätsstandards bilden die drei Eckpfeiler für die Weiterentwicklung der Sackkarre von EXPRESSO. Karsten Grötecke lässt keinen Zweifel daran, dass es ihm und seinem Team gelingen wird, die Sackkarre erfolgreich ins nächste Jahrzehnt ihres Produktlebenszyklus zu führen: „Da wir stets großen Wert legen auf den intensiven Austausch mit unseren Kunden, Anwendern und Vertriebspartnern, erhalten wir immer wieder Anregungen für technische Optimierungen, weitere Baukasten-Module oder neues Zubehör. Diese Innovationsimpulse und deren rasche Umsetzung in unserem Engineering sind die Garanten dafür, dass sich unsere Sackkarre auch in Zukunft als zuverlässiges, vielseitiges und zudem überaus wirtschaftliches Transportmittel bewähren wird.“

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    Kartonagen, Getränkekisten, Fässer, Lagerboxen und vieles mehr: Als manuelles Transportgerät bewährt sich die Sackkarre von EXPRESSO seit nunmehr 70 Jahren in den Lieferketten vieler Branchen.
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    2.000 Varianten und mehr: Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Sackkarre von EXPRESSO ist die Weiterentwicklung des Produkts zu einem modularen Baukastensystem, aus dem heraus sich kunden- und branchenspezifische Sackkarren-Lösungen generieren lassen.
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    Materialauswahl, Konstruktion, Montage: Von Beginn an wurde die Sackkarre von EXPRESSO als Qualitätsprodukt Made in Germany konzipiert.
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    Garantiert: Jedes einzelne Teil einer EXPRESSO-Sackkarre ist auch als Ersatzteil bestellbar – zum Beispiel über den Webshop des Unternehmens.
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    Faltbares Hebe-Senk-System mit Werkbank- und Sackkarrenfunktion: Der neue MobiBench von EXPRESSO. Ein Hubtisch konzipiert als flexibles Hebe- und Fördermittel für den Einsatz in Logistik und Service, lässt sich auf eine Breite von 280 mm zusammenfalten und platzsparend verstauen.

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